Deutschlandstipendiat Maher Abdo im Interview

Deutschlandstipendiat Maher Abdo im Interview

2020-02-10T11:55:55+01:00February 10th, 2020|Interview, iSQI|
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iSQI sponsert für ein Studienjahr ein Stipendium an der Filmuniversität Konrad Wolf in Babelsberg. Bei der feierlichen Vergabefeier des Deutschlandstipendiums trifft iSQI den Stipendiaten Maher Abdo und er erzählt uns seine Geschichte. 

iSQI: Nochmals herzlichen Glückwunsch Herr Abdo, dass Sie als herausragender Student für das Deutschlandstipendium ausgewählt wurden. Wir freuen uns als lokales Unternehmen, Sie unterstützen zu können. Erzählen Sie uns doch von Ihrem Hintergrund.

Stipendiat: Ich bin Maher Abdo aus Syrien. In Damaskus habe ich meinen Bachelor im Theater als Bühnenbildner abgeschlossen. Nach meinem erfolgreichen Abschluss war ich im Bereich Fernsehen und Film tätig. Vor vier Jahren bin ich dann nach Berlin gekommen und halte mich seitdem hier auf. Zurzeit studiere ich an der Filmuniversität Babelsberg im Bereich Szenografie (Production Design).

iSQI: Wie sind Sie darauf gekommen, sich für ein Stipendium zu bewerben und warum haben Sie sich für das Deutschlandstipendium beworben?

Stipendiat: Während meines Studiums habe ich nach finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten gesucht. Ich bin durch Werbung an der Filmuniversität Babelsberg auf das Deutschlandstipendium aufmerksam geworden. Ich habe mich darüber informiert und mich dann kurzerhand für das Stipendium beworben.

iSQI: Welche Ihrer besonderen Leistungen wurden für das Deutschlandstipendium gewürdigt und worauf sind Sie besonders stolz?

Stipendiat: An der Universität habe ich an einem Filmprojekt gearbeitet. Der Film („The Last Bleat”) erzählt von den Menschen, die ihre Heimat Syrien wegen des Krieges verlassen mussten. Das Besondere ist, er wurde im Potsdam gedreht und das stellte für mich eine große Hausforderung dar. Es war sehr schwierig, passende Drehorte zu finden, die an Syrien erinnern und Orten in Brandenburg ähneln. Als Szenograf war es wichtig für mich, Authentizität durch die Drehortwahl in den Film zubringen. Der Film war eine wichtige Erfahrung für mich, vor allem, weil ich neue Orte in Deutschland kennenlernen konnte und die Möglichkeit hatte, in einem tollen Team zu arbeiten.

iSQI: Was bedeutet es für Sie, dass iSQI Sie im Rahmen des Deutschlandstipendiums fördert?

Stipendiat: Es freut mich sehr, einer der Studierenden zu sein, die iSQI im Rahmen des Deutschlandstipendiums moralisch und finanziell unterstützt. Ihre Förderung stellt für mich eine große Erleichterung dar und ermöglicht es mir, mein Studium erfolgreich abzuschließen. Ich habe dadurch die Möglichkeit, mich stärker auf das Studieren zu konzentrieren. Ich bedanke mich sehr bei Ihnen für Ihre Bemühungen und Unterstützung.

Das Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium hat bundesweit seit 2011 an zahlreichen Hochschulen eine neue Stipendienkultur etabliert. Ziel des Stipendiums ist es, Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt, zu fördern und mehr Studierenden die Chance zu geben, finanziell unabhängiger zu studieren. Die Stipendiaten und Stipendiatinnen haben so die Möglichkeit, sich auf ihre Hochschulausbildung zu konzentrieren. Etwa 91 Prozent der staatlichen Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium. Das Fördergeld ist einkommensunabhängig und wird für mindestens zwei Semester gewährt. Das Stipendium beträgt 300 Euro pro Monat, davon werden 150 Euro von iSQI übernommen. Die anderen 150 Euro finanziert der Bund. Das Fördergeld wird von den Hochschulen direkt an die Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgezahlt.

Das Deutschlandstipendium setzt Anreize für Spitzenleistungen, auf die wir im globalen Wettbewerb angewiesen ist, und trägt zur Sicherung der Fachkräftebasis bei. iSQI ist stolz, hier einen Beitrag zu leisten und die Nachwuchsförderung zu unterstützen.