Nachgefragt bei iSQI: Sabrina Cordes im Radiointerview

Nachgefragt bei iSQI: Sabrina Cordes im Radiointerview

2019-12-04T13:05:28+00:00November 29th, 2019|Interview, iSQI|

iSQI war zu Gast bei Radio Potsdam! Im Rahmen der Thementage „Kraft aus der Region“ wurde Sabrina Cordes, Sales Director von iSQI für die DACH Region, von Moderatorin Carolin Kahn interviewt. 

Sie hatten keine Zeit das Interview live zu hören? Lesen Sie hier das gekürzte Interview oder hören Sie den Audiomitschnitt am Ende des Beitrags:

Radio Potsdam: Ich freue mich sehr, heute ein Unternehmen vorzustellen, das wir noch nicht gut kennen. Wird aber dringend Zeit, denn genau dieses Unternehmen sorgt dafür, dass Sie richtig Karriere machen können. Das International Software Quality Institute, kurz iSQI, mit Hauptsitz in Potsdam und Tochterunternehmen in England, den Niederlanden und USA, ist heute bei mir zu Gast. In Persona darf ich Sabrina Cordes begrüßen. 

Erklär uns doch Sabrina, was genau macht ihr?

Sabrina Cordes: iSQI ist ein internationales Zertifizierungsinstitut. Wie du bereits gesagt hast, ist der Hauptsitz in Potsdam. Dadurch, dass wir international arbeiten, sind wir auch an anderen Standorten vertreten. iSQI organisiert über 30.00 Zertifizierungen weltweit pro Jahr. Jetzt fragen sich viele, was sind Zertifizierungen? Manche kennen das aus dem Ausbildungsbereich oder von Universitäten. Das heißt, man schreibt eine Prüfung und bekommt danach einen Leistungsnachweis bzw. Zeugnis. Genauso ist es auch bei Zertifizierungen, nur, dass diese sich um Weiterbildungen drehen.  Das heißt Ausbildungsbereiche, die nicht durch klassische Berufsausbildung oder durchs Studium abgedeckt werden.

Radio Potsdam: Lege ich dann eine Prüfung bei euch ab?

Sabrina Cordes: Genau! Wir sind das Prüfungsinstitut. Wir prüfen die Teilnehmer und stellen auch im Nachgang ein international anerkanntes Zertifikat aus. Damit kann sich der Teilnehmer für Projekte oder bei einem neuen Arbeitgeber bewerben.

Das machen wir jetzt schon seit 15 Jahren. Wir haben dieses Jahr Jubiläum. 

Radio Potsdam: Herzlichen Glückwunsch! Sabrina, wie lange bist du dabei und was machst du genau im Unternehmen?

Sabrina Cordes: Ich bin jetzt seit sechs  Jahren dabei. Ich habe als Produktmanagerin angefangen und die Zertifizierungsthemen betreut und weiterentwickelt, weil es wichtig ist neue Themen ins Portfolio mit aufzunehmen oder Trends aufzugreifen. Ich habe mich dann innerhalb dieser sechs Jahre weiterentwickelt und bin jetzt Sales Director für den DACH Bereich. Das mache ich nicht allein, ich bin mit einem 7-köpfigen Team für den deutschsprachigen Bereich zuständig.

Radio Potsdam: Ihr seid also auf dem Ausbildungsmarkt sehr gefragt. Ich habe auch gelesen, dass iSQI sich stark in der Region engagiert. Was genau macht ihr?

Sabrina Cordes: Es gibt viele soziale Projekte, die wir betreuen. Ich greife jetzt mal zwei heraus. Zum einen sind wir zum Beispiel Hauptsponsor der Potsdam Royals. 

Zum anderen gibt es aber auch einen Bereich, welcher dem CEO Stephan Goericke sehr am Herzen liegt. Das ist die Von-Herzen-Tour von der AWO. Es geht darum, bedürftige Familien in Potsdam zu unterstützen, in erster Linie vor Weihnachten. Stephan Goericke ist nicht nur Schirmherr, sondern hat hier mit bei der Essensausgabe angepackt und weiteren Aktionen. Er war dann so bewegt von der Aktion, dass er es ins Unternehmen getragen hat. Daher unterstützen wir als iSQI die Aktion mit und auch die Mitarbeiter waren letztes Jahr zum Beispiel vor Ort. Das ist eine Aktion, die ich sehr schätze. Gerade jetzt zu Weihnachten, wo der Gemeinsinn sehr wichtig ist. 

Radio Potsdam: Ihr seid breit aufgestellt, engagiert euch und werdet 15 Jahre alt. 15 Jahre, das muss doch bestimmt richtig gefeiert werden?

Sabrina Cordes: Wir haben uns in diesem Jahr entschieden, etwas anders zu feiern. Anstelle einer Feier mit unseren Kunden veranstalten wir eine Spendenaktion. Das heißt, wir rufen unsere Kunden auf, für die von-Herzen-Tour der AWO zu spenden. Wir haben hier auch viele positive Rückmeldungen dazu bekommen und viele sind dem Spendenaufruf gefolgt.

Radio Potsdam: Das ist eine fantastische Idee. Das Unternehmen ist schon besonders, es ist ja nicht selbstverständlich, dass sich ein Unternehmen so stark in dieser Richtung engagiert.  

Sabrina Cordes: Ja, es ist besonders. Ich würde sagen, es ist in vielerlei Hinsicht besonders. Ich bin seit sechs Jahren dabei und fühle mich auch sehr wohl. Ein Punkt, der mir in dieser Zeit schon immer wichtig war, ist die Internationalität bei iSQI. Das bedeutet, sowohl die Internationalität nach außen, da wir mit internationalen Kunden und Partnern arbeiten, aber auch die interne Internationalität.  Im Unternehmen haben wir Kollegen und Kolleginnen aus über 10 verschiedenen Nationalitäten. Wir sind also sehr vielseitig, wir haben eine hohe Diversität und genau das zahlt sich im Arbeitsalltag aus. Durch diese Vielseitigkeit kommen verschieden Perspektiven zusammen und davon profitieren alle. Das ist aber nicht der einzige Punkt. Es gibt eine gewisse Flexibilität innerhalb iSQIs. Das ist mir wichtig, weil ich nicht in Potsdam wohne, das heißt ich pendle. Ich habe aber die Möglichkeit in einem Co-Working-Space zu arbeiten, sodass ich nicht jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Potsdam fahren muss. Wir haben aber auch Homeoffice-Möglichkeiten oder Gleitzeit. 

Wir haben auch eine familienorientierte Unternehmenskultur. Dafür wurden wir auch ausgezeichnet. Diese Familienfreundlichkeit zeichnet sich dadurch aus, dass beispielsweise bei der Suche nach einem Kitaplatz unterstützt wird, die Kitagebühren werden auch übernommen.

Jetzt gerade haben wir ein sehr spannendes Pilotprojekt. Eine Kollegin von mir hat vor zwei Monaten ein Kind bekommen und ist mit dem Baby zusammen im Büro. Das heißt, sie arbeitet zusammen mit dem Baby und das funktioniert sehr gut. Dieses Projekt ist wahrscheinlich einzigartig in Deutschland. Zumindest habe ich es noch nicht gehört, dass es so praktiziert wird. Ihr Büro wurde natürlich entsprechend umgestaltet, sodass sie auch eine Möglichkeit hat, das Baby hinzulegen oder zu stillen. 

Radio Potsdam: Tolle Idee, warum auch nicht! Kann man ja alles einmal ausprobieren. Man muss sich an manche Sachen auch einfach einmal heranwagen. Auch wenn es seit 30 Jahren funktioniert, es kann ja auch mal anders klappen. Wir wollen noch einmal explizit darauf eingehen, für wen ihr da seid.

Sabrina Cordes: Wir sind für den B2B-Bereich da, also Schulungsanbieter, für die wir ein gefragter Ausbildungspartner sind. Wir arbeiten mit ungefähr 400 Schulungsanbietern zusammen, die unsere Zertifizierungen in ihr Weiterbildungsportfolio aufnehmen. Wir haben aber auch Individualkunden, für die wir da sind. Das möchte ich anhand eines Beispiels erklären, wie das abläuft. Nehmen wir einen Studenten, der Informatik studiert hat und jetzt ins Berufsleben einsteigen möchte. Er hat dann das Grundlagenwissen, das breite Spektrum, aber er hat sich noch nicht spezialisiert innerhalb seines Studiums. Genau diese Spezialisierung bieten wir dann an. Nicht nur für Informatiker, wir haben auch Zertifizierungen im Bereich Projektmanagement beispielsweise oder Produktmanagement. Aber unser Kerngeschäft ist der Bereich Softwaretesting, Softwarearchitektur und so weiter. Deswegen sind die Informatiker bei uns richtig aufgehoben. Jetzt möchte der Student sich also weiterbilden, sich spezialisieren, um eine Karriere in einem größeren Konzern zu starten und entscheidet sich dann für den Bereich Softwaretesting. Die größte Zertifizierung in dem Bereich ist ISTQB. Das ISTQB ist ein weltweit agierender Partner, ein Verein, der das Thema Softwaretesting weltweit etabliert hat. Der Student meldet sich also bei iSQI und meldet sich entweder für eine Schulung inklusive Prüfung an. Oder, wenn er der Meinung ist, er kann sich selbstständig vorbereiten und braucht keine Schulung, dann meldet er sich nur für die Prüfung an. Er kann dann frei entscheiden, mache ich diese Prüfung papierbasiert, also ganz klassisch auf Papier, oder möchte ich die lieber digital schreiben. Bei bestimmten Prüfungen geht es auch, dass man zu Hause an seinem Rechner direkt eine Prüfung schreibt. Da gibt es verschiedenste Möglichkeiten und wir beraten natürlich auch entsprechend, wenn sich der Teilnehmer bei uns meldet. Wenn er seine Prüfung geschrieben und im besten Fall bestanden hat, bekommt er von uns ein Zertifikat, beispielsweise zum ISTQB Certified Tester Foundation Level, das ist das Basis-Level. Damit kann er sich dann bewerben. Wenn man sich Stellenausschreibungen von größeren Konzernen anschaut, findet man unsere Zertifizierungen da auch. Die sind nachgefragt in der Branche und man hat damit gute Chancen, sich zu bewerben.

Radio Potsdam: So zeitintensiv ist so eine Weiterbildung gar nicht, oder?

Sabrina Cordes: Nein, wenn wir vom Foundation Level, also einer Basiszertifizierung sprechen, dann dauert die Schulung zwei bis drei Tage und die Prüfung ist in der Regel eine 60-minütige Multiple-Choice-Prüfung.

Radio Potsdam: Stichwort Fachkräftemangel: Euch gibt es seit 15 Jahren. Merkt ihr, dass die Leute vermehrt zu euch kommen? Denn ihr seid ja eine richtig gute Adresse, um sich fachlich in eine andere Richtung zu bewegen oder sich noch mal extra zu qualifizieren.

Sabrina Cordes: Ja das merken wir, auch international, nicht nur in Deutschland. Es ist wirklich so, dass man spezialisiert sein muss. Es wird Spezialwissen gebraucht, die Arbeitgeber fragen aktiv danach. Es reicht eben nicht aus, breites Wissen zu haben. Entweder melden sich die Arbeitgeber direkt bei uns und fragen nach möglichen Zertifizierungen oder die Arbeitnehmer melden sich bei uns. Die meisten Zertifizierungen sind auch in Karrierepfaden aufgebaut. Das heißt, es gibt nicht nur das Foundation Level, also die Basiszertifizierung. Sondern man hat die Möglichkeit, darauf aufzubauen und dann fortgeschrittene Zertifizierungen zu machen, die sogenannten Advanced-Level-Prüfungen.

Wir arbeiten mit über 600 Prüfern auf der Welt zusammen, die die Prüfungen beaufsichtigen. Und wenn sich jetzt ein Chef bei uns meldet und sagt, ich habe hier ein ganzes Team von Mitarbeitern – wir haben auch Team-Zertifizierungen – dann gibt es die Möglichkeit, dass wir das direkt in dem Unternehmen machen. Unsere Prüfer oder Prüferin würde das dann vor Ort in dem Unternehmen beaufsichtigen. Es ist auch möglich, dass wir einen Schulungsanbieter anfragen, der dann auch die Schulung in dem Unternehmen stattfinden lässt.