Bilanz Expansion in Osteuropa

Bilanz Expansion in Osteuropa

2019-01-03T12:29:27+00:00December 12th, 2018|Eastern Europe, iSQI, Partner, Pressemitteilung, Ukraine|

Ein Markt mit Potential und Willen zum Geschäft

Die Nachbarländer schauen nach Deutschland auf einen wirtschaftlich interessanten Markt. Für Programmierer in Polen, IT-Kräfte in der Ukraine, für die Entwickler in Rumänien, in Weißrußland und wo auch immer sie herkommen. Deutschland ist ein begehrter Auftraggeber.

Dabei geht gerade in den Informationstechnologien der Blick auch hinaus aus Deutschland.  Deutsche Firmen begeben sich immer öfter auf die Suche nach Fachpersonal bei den osteuropäischen Nachbarn. Grund dafür sind die nicht nur niedrigeren Lohnkosten. Länder wie Polen, die Ukraine, aber auch Rumänien oder Bulgarien investieren seit Jahren in die Ausbildung von Spezialisten. Sie werden durch die Globalisierung und der damit zunehmenden Digitalisierung unterstützt. Gerade von den Möglichkeiten unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten, profitieren alle, die in den Informationstechnologien arbeiten. Dementsprechend verfügen viele dieser Länder heute über gut ausgebildete, junge und dynamische Profis, die mit offenem Blick auf den internationalen Markt schauen.

In diesen Märkten Fuß zu fassen, ist für iSQI die Herausforderung für die nächsten Jahre. Die verstärkten Bemühungen der letzten Jahre zeigen, wie erfolgsversprechend dieser Plan ist.

„Wir bemerken ein hohes Engagement bei unseren Partnern. Unsere Kontakte gehen mit hoher Dynamik in gemeinsame Aktivitäten und fokussieren sich auf das Wesentliche. Der Markt ist nicht so satt, wie in Deutschland. Die Menschen gehen mit Leidenschaft in neue Projekte“, sagt Erika Paasche von iSQIs Osteuropa-Team.

Ukraine: Platz für Investitionen

Für iSQI ist die Ukraine ein ideales Pflaster. Mit Zertifizierungen, die berufliche Qualifikationen von IT-Fachkräften belegen, bedient iSQI einen Bedarf auf beiden Seiten. Einerseits die von Profis, die auf den internationalen Markt drängen und andererseits für alle Firmen, die zuverlässige Fachkräfte suchen. Firmenchefs und Personaler können nämlich nicht in die Menschen hineinschauen. Wie gut ein Arbeitnehmer ist, kann man durch ein Gespräch nur ungefähr erfahren. Zeugnisse und Zertifikate sprechen eine klare Sprache. Sie sind ein Beweis dafür, was jemand kann. Ukrainer, die nachweisen können, dass sie ein bestimmtes Wissen besitzen, sind für den internationalen Markt überaus interessant.

„Das ist wahrscheinlich ein Grund dafür, warum unser Weg in die Ukraine eine Erfolgsgeschichte skizziert. Wenn ein Projekt einmal ins Laufen gebracht worden ist, dann läuft es“, sagt Erika Paasche.

Mit relativ wenig Aufwand lassen sich schnell Erfolge erzielen, weil Firmen und Fachkräfte von den Zertifizierungen profitieren. Darum bekommt iSQI auch auf Konferenzen wie der Testing Stage oder der Think Stage, beide in Kiew, von den Ukrainern große Aufmerksamkeit. Um den Bekanntheitsgrad von Zertifizierungen zu erhöhen, ist Kiev und dort durchgeführte öffentliche Prüfungen eine wichtiger Startpunkt. Zuerst in Kiew, dann in Lviv und anschließend in Dnipro. Die Nachfrage nach den iSQI-Examen ist im Herbst 2018 so groß, dass weitere Termine für öffentliche Prüfungen angeboten werden müssen.  

Auch iSQIs Vorzeigeprojekt, das Onlineevent „CertDays“ verzeichnet in der Ukraine eindrucksvolle Erfolge. Schon im Jahr 2017 war die Resonanz riesig und nun, im Folgeevent, nehmen sich wieder wichtige Persönlichkeiten aus dem Umfeld der IT-Zertifizierung – wie Graham Barth (T-Systems, ISTQB), Rex Black (RBCS) oder Stefan Sturm (IREB) und viele mehr – die Zeit und standen als Redner zur Verfügung. Die „CertDays“ bieten dem Publikum die Möglichkeit sich über Themen wie Software Testing, Requirements Engineering, Selenium Webdriver, Usability und andere Zertifizierungen zu informieren. Das sind wichtige Themen für Arbeitskräfte, die sich in einer bestimmten Richtung fortbilden wollen. Die „CertDays“ sind ideal für erfahrene Fachleute, sich über eine weitere Spezialisierung mit internationaler Relevanz zu informieren. Gleichzeitig können weniger Erfahrene Grundlagen kennenlernen und Fragen direkt an die Vortragenden richten.

Partnerschaften im Aufbau

Die „CertDays” als Plattform sind natürlich nicht nur für Ukrainer reserviert. Auch Besucher aus Armenien informieren sich während des Online-Events. „Das wird auch durch die engere Zusammenarbeit mit dem Armenischen Software Testing Quality Board (ArmSTQB) verstärkt“, sagt Erika Paasche.

Dass wir uns an den öffentlichen Prüfungen vom Armenischen Board in der Hauptstadt von Armenien, Jerevan, beteiligen können, ist ein Ergebnis davon. „Überhaupt fokussieren wir uns verstärkt auf osteuropäische Regionen“, sagt sie. Der Vortrag vom iSQI-Chef Stephan Goericke und gemeinsame Aktionen mit Erik van Veenendaal auf der SEETEST in Belgrad, Compendium Centrum Edukacyjne Sp. z o.o. als neuer Partner in Polen für Zertifizierungen wie Selenium und Design Thinking, ProTest Solutions als Partner in Kroatien, neue Kunden wie IBM in Rumänien – all das sind entscheidende Schritte, mehr Zertifizierungen in die östlichen Nachbarländer zu bringen.

„Natürlich gibt es auch Hürden. Der Krieg in der Ukraine ist nicht unbedingt förderlich für wirtschaftliche Beziehungen“, sagt Erika Paasche.

Die Differenzen zwischen Russland und der Ukraine sind aus Sicht von iSQI ein Hemmnis. Doch die Probleme halten sich in Grenzen. Es sind allgemeine Stolpersteine, wie sie für internationale Beziehungen auf der ganzen Welt gelten. Die Richtung für 2019 ist klar. iSQI wird sich noch stärker in Osteuropa einsetzen.